H O G Schöndorf im Banat
H O GSchöndorf im Banat 

16. Treffen 2011 - Bericht

16.Treffen HOG Schöndorf

 

Am 21. Mai fand das 16. Treffen der HOG Schöndorf im Pfarrsaal der Kirche St. Ulrich in Königsbrunn statt. Die Landsleute reisten teils mit Bus, teils mit Pkw an und freuten sich, wieder dabei zu sein. Aus Kanada reiste Georg Mayer mit Ehefrau an, und aus Belgien kam Andreas Petsch mit Ehefrau zu diesem Treffen.

Wie schon in den letzten Jahren hat die Trachtengruppe das Heimattreffen festlich gestaltet. Sie ist der Beweis dafür, dass die Tradition von Schöndorf nicht verlorenging; das ererbte Brauchtum wird hier weitergeführt. Trachten befinden sich noch in vielen Familien, man muss sie nur aufspüren und anziehen. Wie schön glänzen doch die Seidenröcke und Seidenhalstücher mit ihren Fransen in der Sonne. Diesmal beehrte uns auch eine Trachtengruppe der Banater Schwaben aus Nürnberg: vier Trachtenpaare unter der Leitung von Melanie Kling nahmen an unserem Treffen teil. Um 14.30 Uhr war die hl. Messe angesagt. Von der Blasmusik begleitet, zog der Trachtenzug in die Kirche ein.

In diesem Jahr folgte unser Pfarrer aus Schöndorf, Attila Ando, wohnhaft in Lippa, der Einladung zu unserem Treffen. Unser Heimatpfarrer Johannes Bermel und Attila Ando feierten mit uns die hl. Messe. Der Kirchenchor gestaltete zusammen mit der Blasmusik die Umrahmung dazu. Nach dem Gottesdienst wurde vor der Kirche ein Gruppenfoto gemacht, eine Erinnerung an dieses Treffen.

Mit Marschmusik zogen wir alle in den Saal ein. Die Trachtengruppe aus Nürnberg führte einige Volkstänze auf, was uns allen gut gefallen hat. Der Kirchweihstrauß, gestiftet von den Fa. Steigerwald / Zellmer, wurde versteigert und brachte 300 Euro ein.

Nach diesem Auftritt wechselten wir zum Festakt über. Die Vorsitzende begrüßte die Landsleute und die Gäste herzlich und brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass trotz der vielen Abwesenden wegen Trauer rund zweihundert Personen und viele Kinder zum Treffen gekommen sind. Da der Bürgermeister von Königsbrunn diesmal verhindert war, kam seine Vertretung zum Treffen und überbrachte die Grüße der Stadt. Vom Bundesvorstand der Landsmannschaft beehrte uns der Sprecher der Heimatortsgemeinschaften, Josef Koch mit Gattin. Die Vorsitzende begrüßte besonders herzlich Pfarrer Johannes Bermel und wies darauf hin, dass er seit der Gründung der HOG Schöndorf 1980 mit einer einzigen Ausnahme bei jedem Treffen mit uns den Gottesdienst feierte. Mit Freude wurde der Pfarrer aus Schöndorf, Attila Ando begrüßt. Mit dieser Einladung wollten sich die Schöndorfer bei Pfarrer Ando herzlich bedanken für seinen aufopfernden Einsatz bei der Renovierung unserer Kirche in Schöndorf. Pfarrer Ando wird in Schöndorf von dem Treffen und seinen Eindrücken von hier berichten und unsere herzlichen Grüße überbringen. 

Nach dem Singen der Hymne gedachten wir mit einer Schweigeminute derer, die seit dem letzten Treffen gestorben sind: 26 Frauen und 17 Männer. Wir schickten Grüße an die Landsleute, die wegen Trauerfall, aber auch aus Altersgründen oder Krankheit nicht kommen konnten. Den Kranken sandten wir gute Wünsche für baldige Genesung.

Josef Koch, HOG-Sprecher im Bundesvorstand der Landsmannschaft, wies in seiner Ansprache bereits darauf hin, dass die Vorsitzende Barbara Hirth ihren Rücktritt schon in den Einladungen angekündigt hatte. Er sprach über ihr Wirken in den 22 Jahren ihrer Amtszeit und lobte ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement bei der Renovierung der Kirche in Schöndorf. Er berichtete von ihrem Vortrag bei der HOG-Tagung in Frankenthal über die Renovierung der Kirche, mit dem sie auch andere Gemeinden anregte, die Renovierung ihrer Kirchen in Augenschein zu nehmen. Koch überreichte Barbara Hirth eine Ehrenurkunde als Dank und Anerkennung für den langjährigen und vorbildlichen Einsatz innerhalb der HOG Schöndorf und für die Renovierung der Heimatkirche.

Pfarrer Ando berichtete uns von den vorgenommenen Arbeiten, was die Elektroinstallationen der Kirche betrifft  und dass er das Geld dafür aus dem Verkauf der alten großen Schule (Ruine) vom Bistum Temeswar bekam.

Die Vorsitzende berichtete vom Informationsabend in der rumänischen Botschaft in München, wobei es um die Renovierung der Wallfahrtskirche „Maria Radna, Mutter der Gnaden“ ging. Am 28. August 1992 erhob Papst Johannes Paul II. die Kirche Maria Radna zur „Basilica Minor“. Domkapitular Andreas Reinholz aus Radna und der beauftragte Architekt berichteten über die bevorstehenden Arbeiten und die Finanzierung durch die EU. Natürlich wünscht man sich, dass auch die Banater Schwaben von hier ihr Scherflein dazu beitragen. Unser Papst Benedikt XVI. wird 2015 die renovierte Kirche segnen.

Wie aus den Einladungen zu entnehmen war, stand die Wahl eines neuen Vorstandes für die HOG Schöndorf an. Barbara Hirth erklärte ihren Rücktritt und dass sie das Amt, das sie am 16. Juni 1989 übernahm, wohlbestellt abgeben möchte. Sie erinnerte nochmals daran, was die HOG in diesen 22 Jahren geleistet hat. Unter anderem wurden in dieser Zeit elf Treffen organisiert. Für die Pflege der Kirche, des Kriegerdenkmals, des Friedhofs und der Dreifaltigkeits-Statue haben wir immer wieder die Spendengelder nach Schöndorf gebracht, die von Anna und Michael Mayer gut verwaltet wurden. Auf die vorhandene Literatur wurde hingewiesen: 1989 erschien das rote „Heimatbuch Schöndorf“, 1995 das Buch  „Weiden biegen sich im Wind“. Im Juni 1997 erschien die „Chronik Schöndorf“ von Hans Prohaska. Diese Chronik enthält auch die Matrikeldaten ab der Ansiedlung 1766 bis 31. August 1836. Im Anschluss daran folgten die Matrikelbücher l und II sowie das Heft über die Erfassungen in Engelsbrunn. Mit der Beschaffung dieser Daten ab 1. September 1836 bis 31. Dezember 1999 hat sich jahrelang Frau Hirth befasst.

2003 wurde Heimaterde aus Schöndorf an den Gedenkstein gegenüber der Odenwaldkapelle in Herrischried gebracht. Der Name Schöndorf steht auf dem Stein. Herrischried liegt im Hotzenwald im südlichen Schwarzwald. Barbara Hirth forderte die Landsleute auf, einmal hinzufahren und den Schicksalsweg der Banater Schwaben zum Kirchlein auf dem Berg zu gehen.

Von großer Bedeutung sind die seit acht Jahren erscheinenden Jahreshefte, aus denen wir Begebenheiten aus der alten Heimat erfahren können. Für den Friedhof wurde aus Spendengeldern eine Motorsense gekauft. Da sich in „Frumuseni“ niemand zum Mähen findet, macht dies Pfarrer Ando oder der Kantor.

Schöndorf hat seit Oktober 2006 eine Homepage, die von Hans Schlett installiert und vorzüglich geführt wird. Sie beinhaltet eine Beschreibung über die Gründung des Ortes, Berichte und Fotos zur Kirchenrenovierung und der Treffen aus der alten Heimat.

Die größte Herausforderung für die Schöndorfer war die Renovierung der Heimatkirche, an deren Einweihung im September 2007 viele Landsleute teilnahmen. Wir wissen jetzt auch, welche Schriften sich in der Kugel des Kirchturmes befinden. Pfarrer Ando hat diese für uns fotokopiert, so dass sie abgeschrieben werden konnten. Die Broschüre „Turmschriften“ ist gegen eine Spende noch zu haben, genau wie die beiden DVDs von der Einweihung der Kirche.

Frau Hirth bedankte sich bei allen Landsleuten für das entgegengebrachte Vertrauen in all den Jahren und für die Unterstützung bei all diesen Vorhaben. Sie entschuldigte sich, falls sie jemanden – keinesfalls mit Absicht – außer Acht gelassen hätte. Die Vorsitzende hat den Dank ausgesprochen an alle, die zum Gelingen dieses Treffens beigetragen haben und mitwirkten: Pfarrer Bermel, Pfarrer Ando, den Musikern, dem Chor, der Trachtengruppe, den Vortänzern Elfriede und Raimund Steigerwald und den Stiftern des Kirchweihstraußes, Steigerwald /Zellmer.

 

Unter der Leitung von Josef Koch, Vertreter des Bundesvorstandes der Landsmannschaft, wurde der neue Vorstand der HOG Schöndorf gewählt. Er setzt sich wie folgt zusammen:

  • Anita Denk Vorsitzende

  • Erhard ProhaskaStellvertretender Vorsitzender

  • Anna Denk Schriftführerin

  • Carmen DauttnerKassenwart

In das Amt des Kassenprüfers wurden Hans Schlett und Peter Steimer gewählt. Der Vorstand wurde mit sieben Beisitzern erweitert: Barbara Bomans, Anneliese Schulz, Franz Klepp, Werner Mayer, Günther Gehl, Werner Papst, Monika Schill

 

Den geselligen Teil der Veranstaltung übernahmen die Banater Teck Musikanten. Vielen Dank den Sängerinnen Andrea und Melanie Mayer, die mit ihren Gesangseinlagen dazu beitrugen, den Abend abwechslungsreich zu gestalten. Es war ein gelungenes Fest, das erst in den frühen Morgenstunden endete.

 

B. H.

 

Quelle: Banater Post Nr. 15 vom 15.08.2011

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