H O G Schöndorf im Banat
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4. Treffen 1987 - Bericht

Viertes Schöndorfer Heimattreffen in Eislingen

 

Zum vierten Male trafen sich im geräumigen Hotel Eichenhof in Eislingen/Fils die Landsleute unseres unvergessenen Banater Heimatortes Schöndorf zu ihrem traditionellen Heimattreffen. Die Veranstaltung fiel auf Samstag, den 23. und Sonntag den 24. Mai 1987.

Zahlreich erschienen die Schöndorfer aus nah und fern, aus der Bundesrepublik Deutschland, aus Österreich, aus Belgien, Frankreich, aus der DDR und aus Übersee (Kanada und USA). Die ersten Gäste trafen bereits am Freitagabend ein, das waren vor allem die Landsleute aus Übersee, mit dem längsten Anreiseweg. Allmählich füllte sich der Festsaal bis Samstagmittag mit etwa 400 Menschen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen und nachdem man sich begrüßt und ein erstes Schwätzchen vorgenommen hatte, folgte der offizielle Teil. Er wurde durch das Grußwort des Vorsitzenden der HOG Schöndorf, Horst Gehl, und die Ansprache des Kreisvorsitzenden Göppingen der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Hans Mersch, eröffnet. Den Höhepunkt des folgenden Programms bildete der Einmarsch der Trachtenpaare der Jugendlichen, der symbolisch an zwei wichtige festliche, Ereignisse in der alten Heimat erinnerte: an das Mai- und an das Kirchweihfest.

Unter den Klängen des Schöndorfer Kirchweihmarsches, gespielt von der Schöndorfer Blaskapelle, marschierten sie in den festlich geschmückten Saal, die Söhne und Töchter der Schöndorfer, denen es, nach den Worten von Hans Mersch, eine dauernde Verpflichtung bleiben muß, das kulturelle Erbe der Väter zu pflegen, zu wahren und weiterzugeben. Es traten auf die Paare: Eduard Todor und Elke Bomans, Raimund Todor und Karin Gehl, Manfred Klepp und Annette Oberding, Ralf Klepp und Brigitte Haibach, Eckhard Klepp und Heidrun Klepp, Norbert Müller und Eveline Lulay. Dieser absolute Höhepunkt des Programms war beeindruckend, vor allem für die neuen Gäste, die erst kürzlich ausgesiedelten Landsleute. Ersteigert wurde der Kirchweihstrauß von unserem Landsmann aus den USA, Kaspar Keppler der mit dem Ehrentanz, den Unterhaltungsteil des Festes einleitete.

Ein Stammgast in dieser fröhlichen Runde war Dr. Rosenfeld, ehemals Dorf-Arzt in Schöndorf in den frühen fünfziger Jahren. Vor zwei Jahren; beim 3. Schöndorfer Treffen, war er zum ersten Mal dabei. Daß es ihm, damals wie diesmal, gut gefallen haben muß, ist einleuchtend. Übrigens hat Dr. Rosenfeld sich die Mühe gemacht, fast den gesamten Ablauf des Festes auf Video festzuhalten.

Im Laufe des späten Nachmittags fand eine kurze Sitzung der HOG statt, in der Bilanz gezogen und der alte Vorstand neu bestätigt wurde. Es wurde auch an das Heimatbuch Schöndorf gedacht, dessen Ausführung und Fertigstellung in greifbare Nähe gerückt ist. Bilder und Berichte, vor allem für die Zeit nach 1945, sind weiterhin erwünscht und können nach wie vor unserem Landsmann Eberhard-Hans Klepp, Rechberghauser Str. 37/1, 7320 Göppingen, zugeschickt werden. Auch mündliche Berichte auf Tonband-Cassetten sind sehr willkommen. Man bedenke, daß die Zeitzeugen immer älter werden und viele bereits in die Ewigkeit gegangen sind. Annemarie Reiter und Barbara Hirth übernahmen Aufgaben karitativer Art mit Bezug auf notleidende Landsleute in der alten Heimat und Landsmann Josef Keipp wird Schöndorf künftig bei den jährlichen HOG Tagungen in Homburg/Saar vertreten. Die HOG Schöndorf ist auch in Zukunft auf jede erdenkliche Anregung und Mithilfe aller ihrer Mitglieder angewiesen!

Der unterhaltsame Teil des Treffens kam nach dem gemeinsamen Abendessen voll zur Geltung. Vor allem die Jugend, aber auch viele Ältere, schwangen rüstig das Tanzbein und alle hatten sich viel, viel zu erzählen bei einem Viertele, bei Bier oder Sprudel. Erst gegen 2.30 Uhr trennte man sich, um sich einige Stunden Schlaf zu gönnen.

Am Sonntagvormittag fand der bereits zur Tradition gewordene gemeinsame Gottesdienst in der Eislinger Sankt-Markus-Kirche statt, zelebriert (wie in den vergangenen Jahren) von Pfarrer Bermel. Es gab ein musikalisches Hochamt mit dem Schöndorier Kirchenchor und der Schöndorier Blaskapelle.

Mit dem gemeinsamen Mittagessen fand das 4. Schöndorfer Treffen seinen offiziellen Abschluß. An dieser Stelle sei allen Landsleuten herzlich gedankt, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben. Erwähnt sei hier (stellvertretend für alle): die Schöndorier Blaskapelle unter der Leitung von Anton Molter, der Schöndorier Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Konnerth, das Ehepaar Hans und Elisabeth Papst für die Organisation und Leitung der Trachtenpaare (und die vielen Mütter, Omas und Tanten, die dabei mitgewirkt haben), das Geschwisterpaar Veit Müller und Greti (verehelichte Pfister), die den Strauß gespendet haben, die Frauen, die den Maibaum geschmückt haben, sowie der Ordnungsdienst. An dieser

Stelle ein herzliches Vergelt's Gott unserem Pfarrer Bermel, der seinen Teil dazu beigetragen hat, daß wir auch als Christenmenschen in Andacht, Gebet und Gotteslob uns für kurze Zeit zur alten Gemeinde wiedergefunden haben.

Abschließend sollten wir nicht vergessen, das Trio Horst Gehl, Josef Berg und Lorenz Holzinger in diese Dankesworte einzubeziehen, drei Namen, die für das Zustandekommen und den guten Ausgang dieses Treffens zeichnen. Unzählige Gespräche, Telefonate, Verhandlungen mit vielen und an vielen Stellen, nicht zuletzt mit der Leitung des Hauses, in dem wir, für einige Stunden, echtes Schöndorfer Heimatgefühl empfinden durften, haben das möglich gemacht.

 

E. Klepp

 

Quelle: Banater Post Nr15 vom 05.07.1985

 

 

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